Wie geplant gehts nun also auf Safari durch Afrika. Erstes Ziel war gestern Bagamoyo, eine alte Sklavenstadt, die besonders fuer Deutsche Touristen interessant sein koennte. Dennoch, streng nach dem Grundsatz, klein anzufangen, war nicht allzu viel zu sehen dort.
Aehnlich dem kambodschanischen Prinzip wird auch hier versucht, schnelles Geld mit horenden Preisen zu machen und vergisst darueber, Restaurierungen durchzufuehren oder den ueberall verrottenden Muell einzusammeln.
Die Stadt selber war dann auch nicht so interessant, wie im Reisefuehrer stand. Lediglich als Deutscher, die Grabsteine entziffern zu koennen war ein netter Bonus. Und dass man mir dann deutsche Muenzen verkaufen wollte, war auch recht unterhaltsam. Als wenn ich davon nicht genuegend daheim haette ;-)
An den Hafen, auf dem die Sklaven "verschifft" wurden, erinnert jedoch nur noch der Name der Stadt, der "leg Dein Herz nieder" bedeutet. Das war wohl auch das einzige, was die Sklaven damals noch an diesem Ort zurueck lassen konnten, als sie mit den Schiffen westwaerts verschleppt wurden.
Nun denn, morgen gehts nach Sansibar, ein paar Freunde besuchen. (Dass ich mal Freunde auf Sansibar haeben wueder...) Und vielleicht werde ich auch mal ein paar Fotos posten. Aber mehr beim naechsten Post.
So long,
Tobi
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2 Kommentare:
Der Sklavenhandel ist wirklich ein trauriges Kapitel in der Geschichte. Allerdings ging es wohl weniger westwärts als in Richtung Norden und Osten. Wenn ich richtig gelesen habe, waren es vor über 1000 Jahren die Perser, die sich hier angesiedelt haben. Es soll aus dieser Zeit Ruinen rund 5 km südlich der Stadt geben, aber vermutlich hast Du die nicht sehen können, oder?
Später kamen wohl die Omanis (Said ibn Sultan) nach Sansibar. Aber das wirst Du ja auf Deiner 2. Tour noch genauer erkundet haben. Es soll übrigens auch Jahrzehnte nach dem offiziellen Ende des Sklavenhandels noch Sklaven hier gegeben haben - zur Zeit unseres menschenfreundlichen Landsmannes „mkono wa damu“ Carl Peters.
Trotzden noch spannende Tage!
Na, die Ruinen sind noch immer dort, aber nur fuer horende Preise durch einheimische Guides zu besichtigen. Da das irgendwie nicht das Geld wert schien, hab ich die Ruinen mal ausgelassen.
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